Nach dem Tod des polnischen Präsidenten Kaczynski und weiterer führender Vertreter des Landes durch einen Flugzeugabsturz sollen auch in Deutschland die Fahnen auf Halbmast wehen. Bundesinnenminister de Maizière habe dies für den Tag der offiziellen Trauerfeierlichkeiten angeordnet, teilte ein Sprecher in Berlin mit. Die Trauerbeflaggung an allen Bundesbehörden sei ein Zeichen des tiefen Mitgefühls und der besonderen Solidarität mit dem polnischen Volk. In Polen gilt eine einwöchige Staatstrauer.
Bei Landeanflug auf Smolensk Lech Kaczynski stirbt bei Flugzeugabsturz
Smolensk. Schock in Polen: Präsident Lech Kaczynski und seine Frau und etliche hochrangige Vertreter des Landes sind bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Beim Anflug auf den russischen Flughafen Smolensk verunglückte die Maschine. Alle 132 Passagiere seien bei dem Unglück ums Leben gekommen, teilten russische Behörden mit. Die polnische Regierung kam zu einer Krisensitzung zusammen.
Bei der Maschine handelte es sich um eine Tupolev Tu-154. Sie war kurz vor der Landung auf dem Flughafen der westrussischen Stadt Smolensk. "Die polnische Präsidentenmaschine hat es nicht auf die Landebahn geschafft", sagte der Gouverneur der gleichnamigen Region, Sergej Anufriew, im russischen Staatsfernsehen. "Niemand hat die Katastrophe überlebt."
Zum Zeitpunkt des Absturzes um 10.50 Uhr Ortszeit (8.50 MESZ) herrschte nach Angaben des Zivilschutzministeriums Nebel. Nach Angaben des Gouverneurs streifte das Flugzeug Baumwipfel, als es auf einem Flughafen außerhalb von Smolensk landen wollte. Es sei in mehrere Stücke zerbrochen. Die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS berichtete unter Berufung auf Rettungskräfte, das Flugzeug sei nur wenige hundert Meter entfernt von der Landebahn des Flughafen Sewerny abgestürzt. Das russische Fernsehen zeigte Bilder des brennenden Wracks in einem Wald.
Lech Kaczynski ist tot
Bei Landeanflug auf Smolensk Lech Kaczynski stirbt bei Flugzeugabsturz
Smolensk. Schock in Polen: Präsident Lech Kaczynski und seine Frau und etliche hochrangige Vertreter des Landes sind bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Beim Anflug auf den russischen Flughafen Smolensk verunglückte die Maschine. Alle 132 Passagiere seien bei dem Unglück ums Leben gekommen, teilten russische Behörden mit. Die polnische Regierung kam zu einer Krisensitzung zusammen.
Bei der Maschine handelte es sich um eine Tupolev Tu-154. Sie war kurz vor der Landung auf dem Flughafen der westrussischen Stadt Smolensk. "Die polnische Präsidentenmaschine hat es nicht auf die Landebahn geschafft", sagte der Gouverneur der gleichnamigen Region, Sergej Anufriew, im russischen Staatsfernsehen. "Niemand hat die Katastrophe überlebt."
Zum Zeitpunkt des Absturzes um 10.50 Uhr Ortszeit (8.50 MESZ) herrschte nach Angaben des Zivilschutzministeriums Nebel. Nach Angaben des Gouverneurs streifte das Flugzeug Baumwipfel, als es auf einem Flughafen außerhalb von Smolensk landen wollte. Es sei in mehrere Stücke zerbrochen. Die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS berichtete unter Berufung auf Rettungskräfte, das Flugzeug sei nur wenige hundert Meter entfernt von der Landebahn des Flughafen Sewerny abgestürzt. Das russische Fernsehen zeigte Bilder des brennenden Wracks in einem Wald.
Über die Zahl der Insassen der Maschine gab es zunächst unterschiedliche Angaben. Russische Nachrichtenagenturen berichteten, es seien mindestens 80 Menschen im Flugzeug gewesen. Anderen Berichten zufolge waren bis zu 132 Menschen an Bord. Nach polnischen Angaben hatte das Flugzeug eine Kapazität von 90 Fluggästen.
In der Maschine saßen auch Kaczynskis Ehefrau Maria und viele weitere hochrangige Persönlichkeiten der Delegation aus Polen: darunter der Chef der polnischen Zentralbank, Slawomir Skrzypek, der Generalsstabschef sowie der Leiter des Präsidialamts, der Vize-Außenminister Polens und der Direktor des staatlichen Instituts des Nationalen Gedenkens (IPN), Janusz Kurtyka.Der polnische Staatschef war auf dem Weg nach Katyn, um dort – nach dem polnischen Regierungschef Donald Tusk – dem Massaker an etwa 22.000 Polen im Zweiten Weltkrieg zu gedenken.
Russlands Präsident Dmitri Medwedew beauftragte Ministerpräsidenten Wladimir Putin, den Vorfall untersuchen zu lassen. Er schickte den russischen Katastrophenschutz-Minister Sergej Schojgu nach Smolensk.
Nach dem polnischen Regierungschef Donald Tusk wollte auch Kaczynski zum Gedenken an das Massaker an etwa 22.000 Polen im Zweiten Weltkrieg nach Katyn reisen. Die sowjetische Geheimpolizei hatte 1940 rund 22.000 Polen hingerichtet, deren Leichen in den Wäldern bei Katyn verscharrt wurden. Die Teilnahme an den Gedenkfeierlichkeiten in der Nähe von Smolensk teil sollte keinen offiziellen Charakter haben.
Die polnische Regierung trat nach Bekanntwerden des Unglücks zu einer Sondersitzung zusammen. Der russische Präsident Dimitri Medwedjew setzte eine Untersuchungskommission unter Vorsitz von Ministerpräsident Wladimir Putin ein.
Tief betroffene Bundeskanzlerin
"Ich bin zutiefst bestürzt über den Absturz und den Tod des polnischen Präsidenten", sagte Merkel am Rande eines Besuchs des Bundeswehr-Einsatzführungskommandos in Schwielowsee bei Potsdam. Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle zeigte sich tief betroffen. "Wir sind schockiert und voller Trauer", sagte Westerwelle am Samstag in Kapstadt, wo er während seiner Afrikareise von dem Absturz erfuhr. "Das ganze deutsche Volk trauert mit den polnischen Nachbarn. Wir wollen dem polnischen Volk vermitteln, daß wir an seiner Seite stehen", sagte Westerwelle.
Westerwelle hatte im vergangenen Jahr seinen allerersten Antrittsbesuch als Außenminister Polen abgestattet. "Auch mir geht dieser tragische Unfall sehr nahe", sagte der Bundesaußenminister sichtlich bewegt. Er habe neben Kaczynski einige der Verunglückten persönlich gekannt.
Kaczynski stirbt auf dem Weg nach Katyn Auf dem Weg zu einer Gedenkfeier in Katyn stirbt Polens Präsident Kaczynski bei einem Flugzeugabsturz. Insgesamt kommen 96 Menschen ums Leben, darunter Politiker, Militärs und der letzte polnische Exil-Präsident. "Vor 70 Jahren haben die Sowjets in Katyn die polnische Elite ermordet", sagt Lech Walesa. "Heute ist erneut die polnische Elite ums Leben gekommen, auf dem Weg dorthin, wo sie der getöteten Polen gedenken wollten." Polen steht unter Schock: Präsident Lech Kaczynski ist auf dem Weg zu einer Gedenkfeier im westrussischen Katyn bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Mit ihm starben 95 weitere Menschen, darunter Kaczynskis Frau Maria, der polnische Zentralbankchef Slawomir Skrzypek, der polnische Generalstabschef Franciszek Gagor sowie der stellvertretende Außenminister Andrzej Kremer und andere Politiker. In Katyn wollte Kaczynski der polnischen Opfer des Massakers gedenken, das sowjetische Geheimpolizisten 1940 dort an rund 22.000 polnischen Offizieren und Intellektuellen verübt hatten. In der abgestürzten Maschine waren auch Angehörige von Polen, die bei den Massenmorden in Katyn umgebracht worden waren. Auch der letzte polnische Exil-Präsident, Ryszard Kaczorowski, befand sich in der Maschine. Der Absturz löste in Polen tiefe Trauer aus. An vielen Orten wurden Trauerfeiern veranstaltet. Vor dem Präsidentenpalast in Warschau versammelten sich spontan Hunderte Menschen zum Gebet. Regierungschef Donald Tusk, der seinem Konkurrenten Kaczynski 2005 bei der Präsidentenwahl unterlegen war, kamen die Tränen, als er von der Nachricht erfuhr. Tusk berief umgehend eine Krisensetzung seines Kabinetts ein. Die Liberalkonservativen um Tusk und Nationalkonservativen um die Kaczynski-Zwillinge wetteifern seit Jahren mit harten Bandagen um die Macht.
Angeblich keine NATO-Geheimcodes in Kaczynskis Telefon bei Crash in Rußland
Das Satellitentelefon von Lech Kaczynski an Bord des bei Smolensk verunglückten, "polnischen" Präsidentenflugzeugs hat keine Staatsgeheimnisse "Polens" enthalten, versichert Polens militärischer Abschirmdienst.
Krzysztof Dusza, Sprecher des Geheimdienstes, betonte am Samstag, 15. Mai 2010: „An Bord gab es ein Satellitentelefon, das weder Geheimcodes der NATO noch verschlüsselte Daten enthielt".
Als „Spekulationen" wies Dusza Medienberichte zurück, wonach Russland nach dem Absturz möglicherweise Zugriff auf Geheimcodes der NATO bekommen habe.
Der Tu-154-Jet des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski war am 10. April nahe dem westrussischen Smolensk abgestürzt. Alle 96 Menschen an Bord kamen ums Leben.